Das EUR/JPY-Paar hält sich in der frühen europäischen Sitzung am Dienstag um 184,85 auf positivem Terrain. Eine hawkische Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) stützt den Euro (EUR) gegenüber dem japanischen Yen (JPY). Die EZB wird am Donnerstag ihre geldpolitische Sitzung im Juni abhalten. Die Märkte haben eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) vollständig eingepreist, nachdem die Inflation in der Eurozone auf 3,2 % gestiegen ist.
Die Märkte sind wegen möglicher Devisenmarktinterventionen der japanischen Behörden in höchster Alarmbereitschaft. Dies könnte wiederum den JPY stützen und dem Währungspaar Gegenwind verleihen. Die japanischen Behörden haben deutliche verbale Warnungen ausgesprochen und erklärt, dass die Regierung vollumfänglich bereit ist, entschlossene und angemessene Maßnahmen zum Schutz der heimischen Währung zu ergreifen.
Im Tages-Chart zeigt EUR/JPY eine konstruktive bullische Tendenz, da der Kurs über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und der Mittellinie der Bollinger-Bänder bleibt. Der Kurs liegt zudem komfortabel über dem unteren Bollinger-Band, was darauf hindeutet, dass die übergeordnete Aufwärtstrendstruktur intakt ist, während der Relative Strength Index (RSI) bei 45,9 leicht schwach, aber im neutralen Bereich liegt und auf eine konsolidierende statt impulsive Abwärtsdynamik hindeutet.
Auf der Unterseite bildet die anfängliche Unterstützungszone der 100-Tage-SMA bei 184,50, gefolgt vom unteren Bollinger-Band nahe 184,20, die tiefere Rücksetzer begrenzen sollten, wenn die bullische Struktur bestehen bleiben soll. Die erste Aufwärtsbarriere liegt an der Mittellinie der Bollinger-Bänder bei 185,12, auf dem Weg zur oberen Begrenzung der Bollinger-Bänder bei 185,12. Ein Durchbruch über dieses Niveau könnte den Weg zum psychologischen Niveau von 186,00 ebnen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.